Mimikresonanz® und Gesichtlesen – entweder, oder???

Wer Gesichtlesen kann, braucht keine Mimikresonanz®“ oder auch „das Gesichtlesen hat im Gegensatz zur Mimikresonanz® keine Daseinsberechtigung, weil es nicht wissenschaftlich fundiert ist“ – diese und ähnliche Aussagen begegnen mir auf meinem Weg immer wieder. Abgesehen davon, dass ich bei solchen absoluten Aussagen grundsätzlich hellhörig werde und davon überzeugt bin, dass es sich in solchen Fällen so gut wie immer um etwas anderes als das Thema selbst dreht, sähen diese Aussagen in mir vollständiges Unverständnis.

Auch wenn beide Bereiche ihre Informationsgrundlage aus dem Gesicht ziehen, sprechen wir doch von zwei völlig verschiedenen Disziplinen. Während wir in der Mimikresonanz® die situative – und meist unbewusste – Muskelbewegung im Gesicht wahrnehmen und Emotionen zuordnen – braucht der Gesichtleser zur Ausführung seines Schaffens eher ein unbewegtes Gesicht mit einer sogenannten Nullmimik. Erst in diesem Zustand lassen sich die physiognomischen Merkmale – also die statischen Elemente im Gesicht – zuverlässig lesen und Informationen über die Persönlichkeit eines Menschen entschlüsseln. Die Erkenntnisse, die uns die Mimikresonanz® unabhängig von der Persönlichkeit in einem bestimmten Moment liefert, erklärt das Gesichtlesen unabhängig von dem Moment in Bezug auf die Persönlichkeit.

In meinen Augen ist es die perfekte Ergänzung, wenn wir einen Menschen in seiner Wahrheit und Ganzheitlichkeit sehen wollen. Wir sollten nicht über ein „entweder – oder“ nachdenken, sondern die zwei Bereiche zu etwas viel Größerem zusammenführen

Mimikresonanz® und Gesichtlesen – ein „UND“ steht dazwischen!

Umso tiefer ich mich als Gesichtleserin mit dem Bereich der Mimikresonanz® auseinandersetze, desto bewusster wird mir, dass das eine ohne das andere nur einen Bruchteil von seinem Wert entfalten kann. Und nicht nur das: Ich finde an ganz vielen Stellen in der Mimikresonanz® die logischen Erklärungen für Erkenntnisse des Gesichtlesens, die ich zwar nie in Frage gestellt habe, deren nachvollziehbare Erläuterung mir dennoch schwerfiel. Und ja – ist es nicht am Ende einfach logisch:

Beginnt nicht fast alles in unserem Leben mit einer Emotion?

Eine Emotion ist ein maximal 500 Milisekunden langer biopsychosozialer Prozess in unserem limbischen System. Aus diesem Prozess – genannt Emotion – kann ein Gefühl entstehen, das wir mehr oder weniger stark bewusst wahrnehmen. Jeder von uns kennt das. Aus einem intensiven Gefühl kann eine länger anhaltende Stimmung werden. Als Beispiel: Wenn wir das Gefühl des Verliebtseins in uns tragen, kann daraus schnell eine euphorische Stimmung werden, die über Tage und Wochen anhält.

Aus Stimmungen, die uns lange genug begleiten, werden wiederum Haltungen, die unser Leben bestimmen. Denken wir an Menschen, die oft mit Angst zu kämpfen haben, werden wir schnell erkennen, dass sich unter jenen auch der ein oder andere Pessimist wiederfindet. Aus Haltungen können auf Dauer also Persönlichkeitseigenschaften werden.

 Im Feld der Mimikresonanz® beschäftigen wir uns mit Emotionen, Gefühlen und Stimmungen. Das Gesichtlesen setzt beim Erkennen von Stimmungen an und identifiziert Haltungen und Persönlichkeitseigenschaften.

Ich stelle also eine neue These auf: Wer es mit der Mission „Menschen sehen und verstehen“ ernst meint, sollte BEIDE Disziplinen beherrschen – erst dann erhält er ein ganzheitliches Bild des Gegenübers.

Mimikresonanz® und Gesichtlesen – eine ähnliche Geschichte

Uns allen sind beide Disziplinen in die Wiege gelegt. Dreijährige Kinder verstehen noch keine Sprache, aber von Beginn an räsonieren sie auf unsere Stimmungen und reagieren darauf. Babys erkennen ihre Mütter auf Fotos unter vielen.

Traurig ist, dass wir mit dem Erlernen der Sprache angeborene Kompetenzen verlieren und anfangen, Worten mehr Aufmerksamkeit und Glauben zu schenken. Tückisch dabei, dass Worte unglaublich einfach zu manipulieren sind und ein hohes Potenzial an Unwahrheit in sich tragen. Wir geben also eine „sichere Bank“ auf, um manipulierbaren Ebenen Vertrauen zu schenken.

Sowohl das Gesichtlesen als auch die Mimikresonanz® führen uns zurück zu unseren ureigenen Kompetenzen und zu der Wahrheit unseres Seins.

Während das Feld der Mimikresonanz® auf wissenschaftlicher Basis arbeitet und zahlreiche Studien die Grundlage sind, mangelt es derzeit beim Gesichtlesen noch an vorliegenden Studien und westlich anerkannten „Beweisen“. Allerdings darf es sich dafür einer noch längeren Historie bedienen: Schon im zweiten Jahrtausend vor Christi wurden Zusammenhänge zwischen der Gesichtsstruktur und des individuellen Seins des Menschen verdeutlicht. Hippokrates, Konfizius, Paracelsus und Heinrich Schüssler – um nur einige zu nennen – führten die Erkenntnisse weiter aus. In der Mimikresonanz® ist es Charles Darwin, der als erster Verbindungen zwischen Emotionen und der Mimik hergestellt hat. Es bedurfte auch hier erst Verschmähungen, Spott und Hohn bis durch Paul Ekman, Wallace Friesen, E.A. Haggard und K. S. Isaacs der Grundstein für die wissenschaftliche Auseinandersetzung gelegt wurde.

Mimikresonanz® und Gesichtlesen – der Zusammenschluss

Es macht mich sehr dankbar, dass mir im Jahr 2021 Wiebke Marschner begegnet ist. Sie ist Meisterin der Mimikresonanz®. In ihr habe ich nicht nur jemanden gefunden, der mir auf ganz wundervolle und unvergleichliche Art das Wissen die Mimikresonanz® nahebringt – in ihr habe ich auch eine Brückenbauerin gefunden. Gemeinsam mit Wiebke kann ich ein unverständliches Tal zwischen zwei Disziplinen überbrücken. Zwei Disziplinen, die eigentlich wie Yin und Yang zusammengehören. Wenn Ihr das Feld der Mimikresonanz® selbst erlernen möchtet, lege ich Euch Wiebke Marschner sehr ans Herz. In unserem Ein Blick ins Gesicht Interview könnt Ihr Euch einen ersten Eindruck von dieser großartigen Frau machen.  

Das Gesichtlesen fasziniert Dich…

… und Du willst auch über diesen Blog hinaus mehr davon?

Folgen auf…

Instagram
YouTube
facebook
LinkedIn
Blog