Inzwischen kennen die Leser dieses Blogs fünf chinesische Gesichtsformen – es wird Zeit für die sechste.

Beschäftigen wir uns heute also mit dem – wenig schmeichelhaft benannten aber dafür umso vielversprechenderen – Kübelgesicht. In manch Büchern wird es auch Fassgesicht genannt. Ihr erkennt es an einer recht breiten Stirn, die sich an den Seiten verjüngt und in einer recht geraden Kinnpartie endet. Es erinnert ein wenig an einen Blumentopf und unterscheidet sich in der Form vom Feuergesicht durch eine breitere und gerade Kinn- und Kieferpartie, die beim Feuergesicht spitz ist. Weitere Erkennungsmerkmale des Kübelgesichtes sind ausgeprägte Nasolabialfalten (bei älteren Menschen gehen sie sogar bis ans Kinn) und Tagträumeraugen – also die Augen, bei denen das Oberlid zum größten Teil sichtbar ist und halbmondartig über dem Auge liegt. Ein prominenter Vertreter des Kübelgesichtes ist Pablo Picasso – auch Albert Einstein hat recht viele Kübelanteile, die Ihr leicht entdecken könnt.

Intelligenz und Schläue zeigt sich bei jenen Menschen früh und sie warten mit Ideen auf, die sich bei Realisierung als brillant herausstellen. Die Nacht reicht bei jenen Menschen oft nicht zum Träumen, ihnen ist eine starke visionäre Kraft zu eigen, die sie mit Pragmatismus verbinden können, um damit Dinge zu erschaffen, die über den Tod hinaus Bestand haben.

Kreative Intelligenz ist vermutlich der innere Treiber, der sie drängt, sich selbst zu verwirklichen und Träume – egal um welchen Preis – umzusetzen.  Hierfür benötigen sie eine Muse, die sie eher in einem Thema oder einem Ort finden sollten, denn in einem Menschen. Im schlimmsten Fall verbrauchen sie nämlich die Energien ihres Umfeldes und nutzen die Zeit ihrer Mitmenschen intensiv für sich selbst und ihre Selbstverwirklichung. Hier dient ihnen die Tatsache, dass sie Menschen leicht mitziehen können. Ein Vorsichtshinweis an die kübelgesichtigen Menschen ist entsprechend: Verbrenne Deine Mitmenschen nicht – lerne Rücksicht zu nehmen.

Unkonventionell und immer einen Schritt weiter – nur mit dem einen Fuß im Hier und Jetzt kann man sich nie ganz sicher sein, was gerade in ihren Köpfen vorgeht. Gerade in emotionalen und tiefen Beziehungen kann sich der Partner dadurch leicht abgewiesen führen.

Das Leben von Kübelgesichtern verläuft meist glücklich bis unvermutet eine Zeit voller Verluste oder Ärger anbricht. Oft vermitteln sie den Eindruck von Ausgeglichenheit und Zufriedenheit, auch wenn Dinge nicht so laufen, wie es gut wäre. Vermutlich helfen dabei, die inneren Kraftreserven, auf die sie zurückgreifen können. Perioden von Trübsinn und Phasen von Melancholie und Tagträumerei kennen sie gut und können diese umgehen indem sie entschieden dem inneren Ruf von Erschaffen und Kreiieren folgen und sich nicht dem Folgen und Verwalten hingeben.

Sich ihrer eigenen Bedeutung bewusst, können sie stolz und auch patriotisch auftreten. Ein freundliches Wesen zeichnet sie aus – wobei nicht klar sein muss, ob sie das wirklich sind oder die Freundlichkeit zu Eigenzwecken und zu Zielerreichung nutzen.