Nachdem Ihr inzwischen schon 3 chinesische Gesichtsformen kennt, möchte ich Euch gerne eine vierte – in Europa recht weit verbreitete – Form vorstellen. Es ist das Baum-Gesicht und wir erkennen es an einer recht langgezogenen Form was ziemlich rechteckig anmutet. Stirn-, Wangen- und Kieferpartie sind nahezu gleich breit – so dass die Seiten gerade sind –  fast so als könnte man ein DIN A4 Blatt darüber legen. Alle anderen Merkmale sind sehr individuell – ganz wie bei einem Baum, weswegen es besonders wichtig ist, die Details differenziert zu lesen.

Baumgesichter sind Menschen, die andere Menschen anziehen. Sie wollen ihre Mitmenschen schützen, nähren, trösten und ihnen „Schatten spenden“ –das Gefühl, dass sich andere an ihnen anlehnen können, wird sehr gemocht. Äste werden ausgebreitet und Stürmen getrotzt um die Liebsten zu schützen. Sie strahlen Autorität und Zuversicht aus.

Mitmenschen glauben oft baumgesichtige Menschen leicht einschätzen zu können und sie zu kennen. In Wahrheit zeigen sie allerdings nur die äußere „Rinde“ und lassen ihr Inneres – also das was hinter der Rinde ist – im Verborgenen (ganz wie ein Baum). Dies macht diese oft zum „Einsamen der Gedanken“ denen auch starker emotionaler Druck nicht anzusehen ist. Eine der Lebensaufgaben, die sich hieraus ergeben, ist „Öffne Dich ausgewählten (!!!) Menschen – primär in Partnerschaften und Freundschaften“.

Individualität ist den Baumgesichtern sehr wichtig, ebenso wie stetiges und anhaltendes Wachstum. Für beides sind die Wurzeln bedeutend – Partnerschaft, Beruf und Wohnort. In Fällen, in denen sich Baumgesichter nicht glücklich fühlen bzw. verlierend leben, ist meist die Ursache in einer der 3 genannten Punkten zu finden. Nicht erfüllende oder unbefriedigende Umstände an diesen Stellen führen schnell zu einem eingeengten Gefühl und unfruchtbarer Erde. Kümmern sie sich aber fortwährend um Anregung und Inspiration (Sonne und Wasser für den Baum), können sie einerseits darauf zählen, dass sie jährlich einen Frühling erleben bzw. erleben können und andererseits bis ins hohe Alter eine wache und wachsende Persönlichkeit sind. Die Bäume zählen zu den „Late-Bloomern“ – Menschen also, die in der zweiten Lebenshälfte zu ihrer Größe, ihrer Bestimmung und ihrem Erfolg finden – auch deswegen gehören sie zu den Menschen, die sich vielleicht etwas langsamer, dafür aber stetig und in angemessener Zeit entwickeln. Dinge werden in der Regel erst durchdacht dann aber beschlossen und schnell in die Tat umgesetzt.

Sie sind wissensdurstig, weitsichtig, ideell und perfektionistisch und haben oft mit einer inneren Unruhe zu kämpfen. Hieraus ergeben sich weitere Lebensaufgaben: Mach Deine innere Unruhe zum inneren Antrieb! Eile nicht durch Dein Leben, gehe Schritt für Schritt! Übe Dich in Geduld! Lerne die Schönheit von 90% zu sehen!

In schwierigen Situationen neigen sie dazu Charmeattacken zu starten und die Thematik auf der leichten Schulter „bei einem Bier“ vom Tisch zu fegen.

Wie den Bäumen im Wald sind auch den Baumgesichtern ernste gesundheitliche Probleme schnell und leicht anzusehen – auch vergangenen erlittenen Schmerz erkennen wir recht leicht. Wenn es ihnen gelingt, in ihrem Leben nicht zum Kümmerer zu werden, sind sie oft sehr gute Führungskräfte – jene Rolle, in der sie sehr viel lieber sind, als in der geführt werdenden. Ohne wirklich den Anspruch daran zu erheben, wirken sie wie besonnene – aber starke – Führungspersönlichkeiten.