Die Geschichte der Stirn

Hinter der Stirn verbirgt sich unser Gehirn und ja – auch wenn der Volksmund sagt „ich kann dir nicht hinter die Stirn schauen“ so verrät die Stirn doch so einiges über ihren Träger. Es folgt einer klaren Logik, dass das was wir an der Stirn ablesen können, ganz sicher mit Gedanken und Denkprozessen in Zusammenhang steht.

Norbert Pelzer und Ute Grabowski erläutern in ihrem Buch – Was unser Gesicht über unseren Charakter offenbart – dass „erst vor ca. 150.000 Jahren, als aus dem Flachschädel mit Betonung des hintern Teils und sehr stark hervortretenden Partie über den Augen (Neandertaler) sich langsam „der Schädel erhob“. Gleichzeitig begann eine Evolution im Dasein des Menschen, die über das alltägliche Leben hinausging. Fakt ist: Je weiter wir Menschen uns entwickeln, desto höher wird unsere Stirn.“

In dem Moment also wo es nicht mehr ausreichend war, nur auf Instinkt zu setzen und Bewusstsein und Verstand immer wichtiger wurde, fing die Stirn an „in die Höhe zu wachsen“.

Die Regionen der Stirn im Siang Mien

Sowohl die Chinesischen Siang Mien Meister als auch die europäischen Physiognomen teilen die Stirn horizontal in Regionen auf. In China sind es 3 Regionen.

    • Das untere Drittel der Stirn – direkt oberhalb der Augenbrauen – wird der Beobachtungsgabe zugordnet. Auch das lässt sich logisch nachvollziehen, da wir erst beobachten müssen, bevor wir das Gesehene verarbeiten können.
    • Das mittlere Drittel der Stirn wird dem Gedächtnis zugeordnet – na klar, nachdem wir beobachtet haben, können wir Erinnerungen erschaffen und darauf zurückgreifen.
    • Das oberste Drittel – endend am Haaransatz – ist der Vorstellungskraft zugeordnet – wer auf die Vergangenheit zurückgreifen kann, ist fähig die Zukunft zu gestalten.

Wer – wie ich – die etwas mystische Sichtweise und Alterszuordnung der chinesischen Meister schätzt kann die Regionen auch mit folgenden deckungsgleichen Übersetzungen betrachten:

    • Unteres Drittel: Irdische Region – Instinkt – dem letzten Lebensdrittel zugeordnet
    • mittleres Drittel: Menschliche Region – Erziehung, Prägung, Schule des Lebens – dem Alter zwischen 30 und 60 zugeordnen
    • oberes Drittel: Himmlische Region – das Ich als kleiner Teil einer Ganzheitlichkeit – Spiritualität – der Kindheit und dem Erwachsenwerden zugordnet – 0 – 30

Die Regionen der Stirn in der Physiognomie

Die Physiognomen gehen noch weiter und teilen die Stirn in 7 Bereiche auf. Es wäre sicherlich verwirrend – und die Sichtweise der Gesichtleser in Frage stellend – wenn sich hier der Inhalt und Sinn nicht decken würde. Die sieben Ebenen von unten nach oben betrachtet sind:

      1. Beobachtung und Auffassung
      2. Vorstellung und Gedächtnis
      3. Praktisches, konstruktives Denken
      4. Spekulatives, philosophisches Denken
      5. Qualitativ, weises Denken
      6. Ethisches, moralisches Denken
      7. Ureigenes, religiöses Denken

Was dieses Wissen über die Stirn dem Gesichtleser sagt

Bei der analytische Betrachtung der Stirn werdet Ihr gegebenenfalls Auffälligkeiten finden. Das können starke oder schwache Ausprägungen sein, Knochenerhebungen, Dellen in der Struktur, Verfärbungen, Narben, Muttermale etc.

Erhebungen oder starke Ausprägungen weisen auf Stärken in dem entsprechenden Bereich hin. Als Beispiel – und der Einfachheit halber unter Bezugnahme der 3 Regionen aus chinesischer Sicht:

Eine stark ausgeprägte untere Stirnregion weist auf einen Menschen mit sehr guter Beobachtungs- und Auffassungsgabe hin. Menschen die sich alles merken können und ein großartiges Einnerungsvermögen aufweisen, „verraten“ sich gegebenenfalls über eine ausgeprägte mittlere Stirnregion. Und die Visionäre unter uns, die auf einen Fundus an Fantasie und Vorstellungsgabe zurückgreifen können, zeigen vermutlich eine starke Ausprägung im oberen Drittel der Stirn.

Dies als kleine Einführung dessen, was wir auf der Stirn geschrieben haben. Die genaue Analayse von Narben, Falten und Muttermalen würde hier den Rahmen sprengen und wird an anderer Stelle behandelt.

Das Wort zum Schluss

Vergesst auch bei der Analyse der Stirn nicht, dass ein einziges Merkmal NICHTS über den Menschen aussagt. Die Kunst ist es, alle Merkmale im Gesicht – vergleichbar mit einzelnen Mosaiksteinchen – zu einem wundervollen Gesamtwerk zusammenzusetzen.

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