Es wird mal wieder Zeit für eine weitere chinesische Gesichtsform. Nachdem Ihr den König, den Baum, das Jade-Gesicht, Feuer, Kübel und Berg bereits kennengelernt habt, möchte ich Euch heute das Mondgesicht vorstellen. Die Gesichtsform gilt bei chinesischen Gesichtsleser als Einstieg in die Persönlichkeit und verrät und schon ganz viel über den Menschen und seine Lebensweise.

Das Mondgesicht – auch das ein wenig schmeichelhafter Name aber ist er nicht auch ein Wunder unseres Universums? – erkennen wir an seinen runden Formen. Das Gesicht ist rund, die Knochenstruktur wenig ausgeprägt, der Mund groß, ebenso meist auch die Augen. Die Wangen ebenfalls weich und groß. In der Welt der Prominenz findet ihr in Whoopi Goldberg zum Beispiel eine Vertreterin dieser Gesichtsform.

Mondgesichter sind ganz wunderbare Gruppenkommunikatoren, die maximal gesellig und von anderen gern gesehen sind. Sie lieben es unter Menschen zu sein, sich auszutauschen und einfach im Kreise anderer eine gute Zeit zu haben. Chinesische Gesichtleser vergleichen sie manchmal mit dem Wasser: sie können sich neuen Situationen und Bedingungen ganz wunderbar anpassen was in verlierender Weise auch an ein „Fähnchen im Wind“ erinnern kann.

Offen, freundlich und mit kindlich-aufrichtigem Unschuldsblick erwecken sie in ihrem Gegenüber Vertrauen. Energetisch und impulsiv wie sie sind, zeigen sie hin und wieder auch ungestümes Verhalten. Mit ihrem Humor (der auf verlierende Art gelebt auch Sarkasmus werden kann) ziehen sie andere Menschen an sich. Hier scheuen sie sich auch nicht davor, Witze über sich selbst zu machen. Allerdings sollte davon abgesehen werden, sie in der Öffentlichkeit zu kritisieren, da sie damit nur sehr schwer umgehen können.

Sie sind große Genießer und lieben die Bequemlichkeit. Schon früh im Leben suchen sich sie Fundament in Form eines Partners, einem Job oder ihrem Lebensort. Geistige Tätigkeiten werden körperlichen vorgezogen. Viele der mondgesichtigen Menschen neigen zu Übergewicht – vielleicht auch deswegen, weil Disziplin nicht ihre größte Disziplin ist.

Monde werden von den Königsgesichtern sehr geschätzt. Vermutlich, weil die Könige keine „Führungs-Konkurrenz“ bekommen. Monde haben keinerlei Führungsanspruch (böse Zungen würden sagen, dass sei viel zu anstrengend) und tragen auch keine Konkurrenz-Denke in sich. So können die Könige also ganz in ihrem Führungsanspruch aufgehen, während die Monde Genuss leben und sozialen Aspekten Augenmerk schenken – und ganz nebenbei leben sie zusammen eine ganz wunderbare Freundschaft.

Verbale Kommunikation und die Auseinandersetzung mit Menschen gehören zu den Talenten der Monde – von Führungsaufgaben sollten sie tendenziell allerdings eher absehen. Folgende Lebensaufgaben tragen jene Zeitgenossen mit kreisrunden Gesichtern in sich: Lerne Disziplin! Lerne Dich zu zügeln! / Lerne Verantwortung zu übernehmen! (Auch für dich selbst) / Lerne verantwortlich zu sein! / Lerne Ernsthaftigkeit! / Nimm Dir die Meinung anderer nicht zu sehr zu Herzen! / Erschaffe Dir früh ein Fundament, um Genusssucht zu vermeiden.