Die Logik des Blickfeldes

Eng zusammenstehende Augen führen der Logik folgend zu einem recht engen Blickfeld. Das dient uns dabei, Konzentration walten zu lassen, Fokus zu setzen und einen „Tunnelblick“ einzunehmen. Weit auseinanderstehende Augen bringen von sich aus, ein weiteres Blickfeld und damit auch Ablenkungspotenzial.

Die so häufige logische Erklärbarkeit ist einer der Gründe weshalb ich so überzeugt von dem Themenfeld des Gesichtlesens bin. Und gerade das Beispiel des Augenabstandes ist eines der deutlichsten – und nachvollziehbarsten – Beispiele an dieser Stelle.

Wie wird der Augenabstand überhaupt ermittelt? In der Regel könnt Ihr das beim achtsamen Wahrnehmen schon erkennen. Vergleicht mal zum Spaß den Augenabstand von Yvonne Cutterfeld und Nick Nolte – da dürften sich schon so einige Fragen erledigt haben. Wer sich aber doch lieber in analytischer Sicherheit wähnt (passend zum Thema): Wenn die Breite eines Auges zwischen die beiden Augen passt, sprechen wir von einem normalen Augenabstand. Reicht der Abstand dafür nicht aus, sind es eng stehende Augen. Ist noch mehr Platz vorhanden, entspricht dies der Definition der weit auseinander stehenden Augen.

Wer sich tiefergehend mit den Persönlichkeitsmerkmalen von weit auseinander stehenden Augen beschäftigen möchte, wird hier fündig. Dieser Blogbeitrag und die folgenden Erklärungen beschäftigen sich mit Eigenschaften von Menschen mit engstehenden Augen.

Meister der Fokussierung und Konzentration

Menschen mit engstehenden Augen bearbeiten ihre Aufgaben ausgesprochen analytisch. Wunsch und das Ziel ist es, an der Sache zu bleiben und den Dingen auf den Grund zu gehen. Aufgaben, bei denen es wirklich aufs kleinste Detail ankommt und eine extrem hohe Konzentration benötigt wird – bei Menschen mit wenig Abstand zwischen den Augen sind sie in den richtigen Händen. Die scharfe Beobachtungsgabe und der Pragmatismus  der Denken und Handeln prägt, werden dabei helfen, den Anforderungen mehr als gerecht zu werden. Liegt das Thema im Aufmerksamkeitsbereich desjenigen, werden Details niemals übersehen und auch kleinste Fehler direkt entdeckt. Die Konzentration auf Einzelthemen wird geliebt – Themen, die damit nichts zu tun haben, können ausgeblendet und ignoriert werden.

Mit diesen Fähigkeiten ist der Weg in den Erfolg offen – es muss ja „nur“ der entsprechende Fokus gesetzt werden. Außerdem ist die Analyse der verschiedenen Situationen, deren Berechnung und auch das Vermögen, Vorteile für sich zu nutzen sachdienlich.

die zwei Seiten des engen Blickfeldes

Ein strenger und geradliniger Charakter hat auf der anderen Seite der Medaille auch die Gefahr von Engstirnigkeit und Sturheit in sich. Auch wenn sie sich selbst gar nicht darüber bewusst sind, nehmen Zeitgenossen mit engem Augenabstand doch immer wieder eine recht einseitige Meinung an und tun sich schwer damit, das große Ganze zu erfassen. Oft ist eine gewisse Verhaftung in Überlieferungen oder einmal gefassten Meinungen zu beobachten wodurch auch eine konservative Grundhaltung erklärbar wird. Wissenschaftliche Beweise, nachvollziehbare Details und gesammelte Fakten helfen dabei einer Sache Bedeutung beizumessen und dem inneren Anspruch, wirklich zu begreifen gerecht zu werden. Das kann natürlich auch zu einem nicht wirklich aufgeschlossenen Denken führen. Andersartige Ansichten können tendenziell schlecht akzeptiert werden und die Fixierung auf die eigene Perspektive macht es schwer, von seinem Standpunkt abzuweichen. Das kann gewinnend gelebt eine Treue zu sich selbst bedeuten, es trägt aber auch die Gefahr von willensgeprägter Durchsetzungskraft und Fanatismus in sich. An dieser Stelle kommen oft voreilig und rabiat getroffene Entscheidungen erschwerend hinzu.

Im Umgang mit anderen

Engstehende Augen weisen wie oben beschrieben darauf hin, dass sich ihr Träger sehr aktiv und intensiv mit Einzelthemen auseinandersetzt und sich entsprechend fokussiert. In vielen Fällen bringt das eine gewisse Introversion oder zu mindestens ein starkes Nach-Innen-Gewand-Sein mit sich. Als ständiger Sorgenträger – die Konzentration auf Einzelthemen macht eben auch Risiken sichtbar – fällt es jenen Zeitgenossen schwer zu vertrauen, was den Aufbau von zwischenmenschlichen Beziehungen und Freundschaften erschwert. Vor allem auch, weil Freundschaften oft unterschiedliche Perspektiven und Ansprüche aufweisen, die wie bereits erwähnt, nicht ganz leicht zu tolerieren sind.

Entsprechend sind Menschen mit engem Augenabstand oft reserviert – im schlimmsten Fall isoliert und einsam. Erschwerend hinzu kommt an dieser Stelle, dass oft kritische Bemerkungen fallen (vielleicht weil Details und Erkenntnisse noch nicht ausreichen) und in manchen Fällen auch eine gewisse Kritiksucht zum Tragen kommt.

Vermutlich steht es auch in einem gewissen Zusammenhang, dass jene Personen oft – unbewusst oder bewusst – einen Mangel an Selbstvertrauen aufweisen. Manchmal müssen sie sich selbst beweisen, dass sie mutiger oder geselliger sind, als sie sich eigentlich fühlen. Die Sorge übergangen zu werden oder eine Situation nicht meistern zu können, lässt sie hin und wieder dynamischer wirken als es der Charakter eigentlich vorsieht.

Eine Frage, die ich mir stelle

Auch wenn ich länger darüber nachdenke, habe ich keinen Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis mit engstehenden Augen. Weiterhin ist mir bei der Betrachtung von alten Fotos aufgefallen, dass sich mein Augenabstand in den letzten Jahren verbreitert hat – was mal wieder Beweis dafür ist, dass nichts was im Gesicht steht, in Stein gemeiselt ist.

Ich frage mich aber, ob unsere heutige Zeit mit ihren zahlreichen parallelen Projekten und Themen uns dazu zwingt, den entschiedenen Fokus und die einseitige Konzentration hin und wieder aufzugeben. Gibt es deshalb grundsätzlich weniger Menschen mit engstehenden Augen oder aber ist es die trügerische subjektive Wahrheit, die etwas mit mir, meinem Leben und meinen Resonanzen zu tun hat? Was meint Ihr?

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