Wenn die Augen der Spiegel der Seele sind, dann sind die Ohren die Tür zur Realität. Die Ohren sind unsere Antennen und hören auch in die Richtungen, in die unsere Augen nicht blicken können.

Zwischen dem Ohr und dem Stamm- und Mittelhirn bestehen direkte Verbindungen, weswegen es sehr viel stärker mit unseren Gefühlen verknüpft ist, als beispielsweise unsere Augen. Wie wird die Realität empfunden? Wie werden Informationen verarbeitet?  Das sind Fragen auf die Gesichtleser Antworten bei dem Blick auf die Ohren finden.

Heute möchte ich mich den kleinen Ohren widmen. Woran erkennen wir sie? Sie gelten dann als klein, wenn das Ohr 5-6 mal (oder mehr) zwischen Kinn und Haaransatz passt.

Im alten China sagte man, Kinder mit kleinen Ohren würden niemals etwas tun, was ihren Eltern missfiele. Ob dies nun so stimmt, kann ich aufgrund mangelnder Live-Studien nicht sagen – die Charakteristika der Menschen mit kleinen Ohren würde aber dazu passen: Ein grundsätzliches vorsichtiges Verhalten, das auch in Überängstlichkeit enden kann, ist ihnen zu eigen – zu ihrem Schutz ergreifen sie schnell Sicherheitsmaßnahmen.

Besonders in unbekannten und unberechenbaren Momenten ereilt sie ein Gefühl von Unsicherheit, weswegen sie sichere Umgebungen bevorzugen und sich lieber an Vorschriften halten, anstatt unkalkulierbare Risiken einzugehen. Hieraus resultierten ein tendenziell zögerliches Verhalten, Ängstlichkeit, Zurückhaltung und eine schüchterne und unsichere Wirkung auf andere.

Ein sensibles, empfindsames und dadurch manchmal sogar restriktives Seelenleben beeinflusst Denken und Handeln. Empfindsamkeit – und damit einhergehende Empfindlichkeit – steuern die Reaktion auf äußere Einflüsse und können dadurch auch Selbstbehauptung und Zielorientierung hemmen. Dies kann dazu führen, dass das eigene Licht unter den Scheffel gestellt wird oder zu stark mit sich ins Gericht gegangen wird. Im schlimmsten Fall wird manch ein Projekt kurz vor seiner Vollendung aufgegeben – nur um zu vermeiden, sich eventuell mehr aufzubürden als getragen werden kann – da ist sie wieder die Übervorsicht. Außenstehende können dem mit Ermutigung und Aufmunterung entgegenwirken. Grundsätzlich sind Menschen mit kleinen Ohren leichter zu motivieren, schneller zu inspirieren (und auch manipulieren) und lassen sich recht leicht beeindrucken.

Allerdings – vermutlich aufgrund der ihnen eigenen Vorsicht – sind sie nahezu unfähig, sich auf die Hilfe anderer zu verlassen. Sicherheit finden sie tendenziell nur in sich selbst, weswegen Unterstützung und sich aus dem Wir ergebende Vorteile schlecht angenommen werden können. Trotz harter Arbeit kann es aufgrund mangelnden Vertrauens zu einer recht starken Differenz zwischen dem was sie wirklich wollen und dem was sie tatsächlich erreichen kommen.

Informationen werden gesammelt und sämtliche Details abgespeichert. Dies erfolgt am besten über das Sehen. Jene Sammlungen können im Alltag schnell genutzt und umgesetzt werden. Allerdings werden die Dinge auch zu ernst und persönlich genommen, weshalb sich sehr schnell eine Sättigung einstellt und die Aufmerksamkeit für Informationen zügig erlahmt.

Wie seht Ihr das? Habt Ihr Erfahrungen mit Menschen, die kleine Ohren haben? Mich persönlich würde ja Erfahrungswerte mit den entsprechenden Kindern sehr interessieren! Schreibt mir gerne!