Habt Ihr schonmal jemanden beobachtet, während er etwas im Kopf rechnet? Wer genau hinschaut, wird bemerken, dass jemand der sich auf etwas konzentriert in aller Regel die Augen zusammenkneift. Unser Hirn sorgt durch diesen kleinen Kniff dafür, dass sich unser Blickfeld verengt und  Eindrücke im Außen nicht für Ablenkung sorgen damit wir uns auf die (Rechen-)Aufgabe konzentrieren können.

Es kommt – wie immer – also nicht von ungefähr, dass Menschen mit kleinen Augen große Talente in Bereichen wie Kalkulationen und Planungen haben. In der Logik und Ratio fühlen sie sich zu Hause und ziehen die Gedankenwelt der Gefühlswelt vor. Bevor sie zur Handlung schreiten, beobachten sie wachsam und analysieren achtsam.

Tendenziell eher zurückhaltend und introvertiert, nehmen sie oft eine abwartende und vorsichtige Haltung ein. Anderen beziehungsweise deren Aussagen gegenüber verhalten sie sich reserviert.  Eine gewisse Neigung zu Skepsis und Misstrauen ist ihnen zu eigen, weswegen sie oft und vielem gegenüber auf der Hut sind. Vertrauen aufzubauen, fällt ihnen entsprechend schwer.

Das mit den Gefühlen ist bei den Kleinäugigen sowieso ein etwas spezielles Thema. Gefühle sich privat und werden keinesfalls öffentlich zur Schau gestellt – wenn andere das tun, kann sich leicht ein Gefühl von peinlich-berührt-sein breit machen. Entsprechend können die eigenen Emotionen kontrolliert werden – sie gelten oft als kühl und selbst dann, wenn sie aus ihrer Sicht aus sich heraus gehen und sich offen äußern, empfinden außenstehende das als ziemlich abstrahiert. Es ist für diejenigen mit kleinen Augen schwierig zu akzeptieren, dass andere nicht erkennen, wie schwer es ihnen fällt, aus sich heraus zu gehen und Empfindungen Ausdruck zu verleihen. Wie ihr Euch sicherlich denken könnt, verlieben sich jene Menschen nicht leicht – wenn es passiert, passiert es aber sehr intensiv. Innerhalb der Beziehung kann jene emotionale Verschlossenheit allerdings zu Herausforderungen führen – es bedarf Geduld und Verständnis von Seiten des Partners…

Über sich selbst verraten sie nicht viel – oft sogar sich selbst gegenüber nicht – und es braucht Zeit sie in der Tiefe kennenzulernen. Erschwert wird dies, durch die Tatsache, dass es sehr schwierig ist, in ihren Augen zu lesen (sie sind einfach zu klein…). Diskretion ist ein wichtiger Wert für diese Zeitgenossen, was aber auch mit sich bringt, dass sie Geheimnisse für sich behalten können und sehr vertrauenswürdig auftreten können. Allerdings können die ständige Zurückhaltung und Vorsicht auch verschlagen und nahezu unehrlich wirken. Hier müssen wir – wie immer – das gesamte Gesicht lesen und weitere Merkmale überprüfen.

Menschen mit kleinen Augen sehen nicht sofort alles – vielleicht möchten sie es auch nicht wirklich – und brauchen ein bisschen länger, um Eindrücke im Außen aufzunehmen (da haben die großäugigen durchaus Vorteile…). Umso lebhafter geht es im Kopf zu. Sie gelten als ehrgeizig im Berufsleben und sind hierbei oft sehr erfolgreich. Am liebsten umgeben sie sich mit Menschen, die genau so denken, wie sie.

Umso kleiner die Augen sind, desto verschlossener sind ihre Träger. Die Gefahr besteht, dass Klugheit über Gefühle gestellt werden. Übervorsicht kann dann zu Engstirnigkeit führen.

Wenn die Form der kleinen Augen rund ist, können wir von Menschen ausgehen, die ihre in sich wohnende Kreativität fokussiert und pragmatisch auslebt. Ist die Augenform oval, werden nüchterne und praktische Fragen und Details erkannt und richtig eingeschätzt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich Augenim Laufe des Lebens nicht nur verkleinern sondern auch wieder größer werden können. Sei es eine liebevolle Beziehung oder eine aus anderen Gründen erreichte Herzöffnung. Mein Spiegelbild erinnert mich jeden Tag – umso stärker die Herzöffnung, desto größer werden die Augen – auch wenn es nur kleine Schritte sind… Probiert es aus – es lohnt sich!