Ein lachender Mensch strahlt Lebensfreude aus. Beobachten wir jemanden der gerade aus tiefstem Herzen lacht, müssen wir oft selbst wenigstens lächeln.

Tatsächlich können wir bei einem wahrhaftigen Lachen eines Menschen nicht nur Freude sehen und in unser Herz lassen, sondern noch einem ganz anderen Hinweis auf den Grund gehen.

Zeigt ein Mensch Zahnfleisch beim Lachen deutet dies auf ein „Glaubensbekenntnis des Gebenden“ hin. Ein Mensch also, der gerne gibt und dabei keine Gegenleistung erwartet. Das Aufrechnen von guten Taten oder übernommenen Rechnungen liegt ihm fern – er hat das Gefühl, für Mitmenschen da sein zu müssen und sie zu unterstützen.

Oft sind es auch die Menschen, die die schönsten Weihnachtsgeschenke verschenken und darauf bedacht sind, anderen Aufmerksamkeiten zukommen zu lassen. Dies kann gegebenenfalls darauf hinweisen, dass sie nicht an den ureigenen Wert ihrer selbst glauben und eine Daseinsberechtigung schaffen möchten, um geliebt zu werden. Im negativsten Sinne könnte das Verhalten den Verdacht erregen, dass die übertriebene Großzügigkeit dafür gedacht ist, sich Wohlwollen und Lob zu erkaufen. Ich sage meinen Klienten, die Zahnfleisch beim Lachen oder sogar beim Reden zeigen, dass sie daran glauben dürfen, geliebt zu werden, einfach nur weil sie sie sind ohne dafür in Vorleistung treten zu müssen.

Menschen mit dem Glaubensbekenntnis des Gebenden laufen Gefahr von anderen ausgenutzt zu werden. Deshalb ist es wichtig, dass sie überprüfen, ob sie an Menschen geben, die damit ihr eigenes Ego in welcher Form auch immer bereichern oder ob an Stellen gegeben wird, die dem eigenen Wertesystem und –zweck dienen.

Wenn jene Menschen fühlen (nicht nur wissen!), dass sie ausgenutzt werden, können sie sehr böse werden und die „gebende Art“ kehrt sich in das Gegenteil um. Für beiden Seiten gilt es, dies zu vermeiden, da sich eine sehr negative Energie ausbreiten könnte.