Das Ding mit den Haaren

Glatte Haare, lockige Haare, strähnige Haare, krause Haare. Wer kennt es nicht – das Ding mit den Haaren. Und diesen manchmal konzernierten Blick in den Spiegel, im Zuge des Eingestehens, dass das wohl kein „Pracht-Haar-Tag“ wird…

Ich musste ein bisschen lachen, als ich im Zuge der Recherche für diesen Blogbeitrag bei Wilma Castrian in ihrem Buch “Lehrbuch der Phsycho-Physiognomie”  las: „das Haupthaar, das sich leicht beeindruckt zeigt von momentanen Befindlichkeiten, aber auch von äußerlichen Einflüssen“. Und fühlte mich auch zurück versetzt in Urlaube am Meer – wie schön griffig und wunderbar fallend die Haare da immer sind.  Ja – ganz sicher auch eine Konsequenz der Luftfeuchtigkeit und des Salzgehaltes in der Luft. Aber vielleicht auch Spiegelbild meiner Nervenkraft?

Ich merke es immer wieder bei den Teilnehmern meiner Seminare. Haare werden gerne „vergessen“ in der Betrachtung des Gegenübers – vermutlich auch weil die Aussagekraft der Haare unterschätzt wird. Dabei geben sie Hinweise auf die momentanen geistigen Energiereserven und die psychische Leistungskraft, die Nervenstärke und mentale Kapazität.

Glattes Haar und seine Bedeutung

Menschen mit glatten Haaren sind freundliche Wesen, die die Harmonie und den Frieden lieben. Es sind kompromissbereite Zeitgenossen, die sich bewusst ihrer Umgebung anpassen können. Sie vermeiden es, anzuecken und finden sich leicht in Gruppen ein. Für andere können sie angenehme Begleiter sein. In ihren Denkweisen sind sie geradlinig und lieben die Struktur.

Glatte Haare und künstliche Locken

Ich werde oft gefragt „was ist, wenn die Haare künstlich gelockt bzw. gewellt werden“? Hierzu möchte ich euch gerne eine Geschichte erzählen:

Auf einem Persönlichkeitsentwicklungs-Seminar, das ich selbst besuchte, lernte ich eine sehr sympathische Frau mit einer extrem gelockten Kurzhaarfrisur kennen. Mit einem Stirnband hielt sie sich die Locken aus dem Gesicht, so dass sie nach oben ragten. In ihrem ganzen Ausdruck erinnerte sie an eine kleine Italienerin voller unbezähmbaren Temperament.

Jeder von uns bekam eine auf die Persönlichkeit ausgelegte, ziemlich herausfordernde Aufgabe, die vor der Gruppe erfüllt werden musste. Jener oben beschriebenen Frau war es nahezu unmöglich diese Aufgabe zu erfüllen – es wollte ihr trotz allen Bemühungen einfach nicht gelingen. Ich beobachtete diese über Stunden gehende Szene und fragte mich immer wieder „bei diesen Locken dürfte das eigentlich gar kein Problem sein“. Selbst der – von Gesichtlesen nichts ahnende Seminarleiter – forderte sie irgendwann recht harsch auf „ihren Locken doch jetzt gerecht zu werden und aus sich rauszugehen“.

Meine Neugierde war nicht zu zügeln und ich fragte sie zu einem anderen Zeitpunkt des Seminares nach ihrer Frisur. Ihr Antwort: „Das ist eine Perücke. Ich habe sehr dünne, glatte Haare, die ich nicht mag“. Ich schaute vermutlich ziemlich blöd aus der Wäsche, während mein Gesichtleserherz triumphierte: mit den Eigenschaften, die die glatten Haare mit sich bringen, war es sozusagen unmöglich diese Aufgabe zu meistern.

Und die Moral von der Geschicht

Egal aus welchen Gründen wir die Beschaffenheit unserer Haare verändern, wir verändern auch unsere Wirkung auf andere. Wenn das intuitiv gewünscht ist, passt das perfekt. Wenn die Gründe aber aus rein modischen oder optischen Gründen zu finden sind, kommt es zu falschen Eindrücken auch im Außen, die natürlich weitreichende Konsequenzen haben können. Ich habe beides schon erlebt. Ich kenne auch Menschen, die unbewusst ihre Haare lockiger gestalten als sie sind, weil sie sich ein bisschen mehr Unangepasstheit und Freiheit wünschen. Das kann auch funktionieren – das Unterbewusstseins des Gegenübers geht nicht mehr ganz so selbstverständlich von jener Angepasstheit aus und öffnet dadurch vielleicht Türen, die nur noch durchschritten werden müssen.

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