Masken im Alltag

Seit Monaten müssen wir uns an den Anblick von Masken in Gesichtern gewöhnen. Beschert hat uns das Corona und damit auch eine kontroverse Diskussion in Politik und Gesellschaft ausgelöst. Es liegt mir fern an dieser Stelle in die Diskussion einzusteigen – eine wundervolle Freundin zitierend: Es ist alles gesagt, nur nicht von jedem.

Ich widme mich lieber – wie so oft – der Perspektive der Facereader. „Mit Maske kannst du mein Gesicht ja nicht lesen“ – das habe ich in den letzten Monaten häufig gehört. Zugegeben – auch ich selbst habe einen gewissen Unmut verspürt, dass mir der Blick auf Mund, Kinn, Philtrum, Wange und Nase verborgen bleibt. Das Gefühl das Gesicht nicht ganz zu sehen, hat mich verunsichert und meine Wahrnehmung auf die Maske – also genau das, was ich nicht sehe – gerichtet.

Ändern wir unsere Wahrnehmung, ändert sich unsere Wahrheit!

Konzentrieren wir uns – entgegen unserer natürlichen Reaktion – auf das, was NICHT verdeckt ist, eröffnet sich ein ganzer Fundus an Informationen über den maskierten Menschen. Weiterhin gibt es uns die Möglichkeit die Beschaffenheit einzelner Merkmale viel achtsamer zu erfassen als es in der ganzheitlichen Betrachtung der Fall wäre.

Was im Gesicht bleibt unverdeckt?

Die Augen 

Als Allererstes sind das die Augen, die gerne auch „das Tor zur Seele“ genannt werden. Mithilfe der Analyse der Augen kannst Du Rückschlüsse auf Gefühle & Emotionen, Intimität, das Seelenleben und die Haltungen & Einstellungen ziehen.

Und welche Unterscheidungen kannst Du entdecken:

  • Augenform (rund oder oval)
  • Augengröße (klein oder groß)
  • Augenabstand (enganeinanderstehend oder weit auseinanderliegend)
  • Augenstand (nach innen fallend / nach außend fallend / gerade stehend)
  • Augenlid (Form / Beschaffenheit)
  • Augenspitzen (nach oben / unten zeigend)
  • Pupille (groß / klein)
  • Sichtbarkeit Sklera
  • Wimpern (lang / kurz / geschwungen / gerade)

Die Ohren

Weiter geht es mit den Ohren – auch sie sind von der Maskierung nicht betroffen. Wie entscheidet ein Mensch, wodurch wird seine persönliche Realität bestimmt, wie steht es um das Durchhaltevermögen und auf welche Art und Weise wird mit dem Gegenüber umgegangen – das alles verraten Dir die Ohren.

Und worauf kannst Du achten?

  •             Ohrengröße (klein / groß / schmal / breit)
  •             Abstand Ohren zu Kopf (anliegend / abstehend)
  •             Beschaffenheit innere und äußere Helix
  •             Höhe der Ohren (tiefliegend / hochstehend)
  •             Ohrenform (rund / eckig / gerade)
  •             Ohrenstand (gerade / schräg angewachsen)
  •             Ohrläppchen (klein / groß / fleischig / angewachsen / frei hängend)

Die Augenbrauen

Ein unendliches Feld an Lese- und Erkennungsmöglichkeiten sind die Augenbrauen. Nicht nur über die Wertevorstellungen und das -gerüst erhälst Du Informationen, Fokussierung und Denkmuster zeichnen sich ebenfalls ab. Ebenso wie das breite Feld der Vitalität und den Energie-Ressourcen.

 Und welche nahezu unbegrenzten Merkmale kannst du an den Brauen identifizieren?

  •             Sitz der Brauen (hoch / tief)
  •             Beschaffenheit (dick/dünn/voll/lang/kurz)
  •             Haarstärke und -wuchs (fein / weich / nach oben/unten wachsend)
  •             Es gibt 64 verschiedene Formen (rund/steigend/sichelförmig/gewellt etc.)

Die Stirn

Die Stirn – die Tür zu unserem Gehirn – liegt ebenfalls im nicht-maskierten Bereich. Dinge über den Geist und Mentales, Interessen, Denkprozesse und die Beziehung des Menschen zum Leben und der Welt erfährst Su durch die achtsame Beobachtung von

  •             Höhe und Breite der Stirn
  •             Knochige Erhebungen
  •             Form von der Seite betrachtet (gerade/rund/nach oben fliehend)

Haare und Haaransatz

Gern vergessen und vernachlässigt werden die Haare und der Haaransatz. Eigentlich ein fataler Fehler, da Du Hinweise auf die Wesenszüge und die Sensibilität eines Menschen erhalten kannst. Richte Deine Aufmerksamkeit auf folgende Punkte:

  • Beschaffenheit Haare (fein, dick, Locken, glattes Haar)
  • Scheitel (links / rechts /Mittig)
  • Frisur
  • Pony
  • Farbe
  • Haarlinie

Und wenn Dir das noch nicht reicht, dann kannst Du Dich auf die Suche nach den eingefrorenen Gefühlen (Falten) gehen, Muttermale identifizieren und Sommersprossen finden. Du merkst: auch ein maskiertes Gesicht gewährt tiefen Einblick. Entsprechend sind die Bedenken, einen Menschen nicht mehr einschätzen oder erkennen zu können so nicht ganz fair. Auch wenn natürlich der ganzheitliche Blick nicht nur Sicherheit gewährt sondern eben auch noch mehr Informationen bereit hält.

Deine Erfahrung mit maskierten Menschen?

Welche Erfahrungen hast Du in der Interaktion mit maskentragenden Menschen gemacht? Was fällt Dir besonders auf oder welchen Merkmalen begegnest Du immer wieder und bist neugierig, wofür es im Facereading wohl steht?

Schreib mir gerne Deine Fragen. Ich werde dann entsprechende Blogbeiträge liefern! 

Im September übrigens erscheint zu dem Thema eine Sehen und Verstehen Folge. Hier werden wir uns zusätzlich noch die mimischen Erkennungsmerkmale und körpersprachliche Hinweise anschauen. Schaut einfach mal vorbei auf meinem youtube Kanal.

Das Gesichtlesen fasziniert Dich

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