Welche grundsätzlichen Fragen stellt sich ein Mensch bei Entscheidungen? Entscheidet er eher nach reiflicher geistiger Analyse, unter praktischen Gesichtspunkten oder doch eher mittels instinktiver Herangehensweisen.

Das zu wissen hilft uns nicht nur im Verkauf weiter, sondern auch in Freundschaften und Beziehungen. Wenn ich mein Gegenüber wirklich „sehe“, kann ich ihm die Hände reichen und Brücken bauen ­­– Argumente, die nicht „ankommen“, können von vorne herein außen vorgelassen werden.

Was verrät mir das Gesicht über den Entscheidungsprozess eines Menschen?

Das Gesicht kann in 3 Zonen aufgeteilt werden – die erste beginnt am Haaransatz und geht bis zu den Augenbrauen, die zweite von den Augenbrauen bis zum unteren Nasenrand und die dritte Zone vom Nasenrand bis zum unteren Kinn-Rand. Oft finden wir eine Zone, die länger oder dominanter ist als die anderen und genau das gibt uns dann Aufschluss über die Entscheidungsfindung.

Ist die Zone 1 – also zwischen Haaransatz und Augenbrauen – die dominanteste oder größte, ist das ein Mensch, der erst nach reiflicher Überlegung entscheidet. Es ist ein Denker, der in seiner Gedankenwelt lebt und sein Intellekt und Verstand nutzt, Möglichkeiten durchspielt, Pro und Contra Listen anlegt, komplexe Sachverhalte nachvollzieht und Entscheidungen erst nach tiefergehenden Analysen trifft.  Detaillierte – gerne auch technische – Infos werden benötigt um Sachverhalte überblicken zu können. Schnelle Entscheidungen sind nicht zu erwarten. Eine gute Frage um den Gedanken des Menschen auf den Grund zu gehen, ist: „Was denkst Du darüber“.

Eine dominante Zone 2 – also zwischen Augenbrauen und unteren Nasenrand – weist auf Menschen hin, die sich mit der Frage nach Effizienz beschäftigen. Ihr Handeln richten sie danach aus, wie effizient und ressourcensparend (Zeit, Geld, Energie) etwas sein kann. Jene Menschen schreiben vermutlich ihren Einkaufszettel nach Abteilungen im Supermarkt auf – nur um dann so effektiv wie möglich abzuarbeiten. Es sind praktisch veranlagte Menschen, die sich an der Frage nach Effizienz und Machbarkeit ausrichten. Die Frage, die diesen Menschen in ihrem Entscheidungsprozess hilft, ist „wie sinnvoll / praktikabel ist es für Dich?“ Wichtig in der Kommunikation mit jenen Menschen ist es, schnell auf den Punkt zu kommen, Resultate zu liefern und ihnen nicht das Gefühl von „verlorener Zeit“ zu geben.

Ist die Zone 3 – zwischen Nasenrand und Kinn-Rand – die dominanteste/größte, können wir davon ausgehen, dass wir es mit einem instinktiven „Bauch-Menschen“ zu tun haben. Warum sie etwas tun oder entscheiden, können sie meist nicht erklären – sie vertrauen auf ihr Bauchgefühl. Spontane Impulse sind oft maßgebend und ihr Lebensweise richtet sich nach den Gefühlen zu bestimmten Thematiken. Die Frage, die wir ihnen stellen sollten, ist „Wie fühlt sich das für dich an?“. Eine entspannte Atmosphäre und eine gute Verbindung unterstützt diese Menschen auf ihren Instinkt zurückzugreifen.

Zum Thema Entscheidungen finden wir noch an anderen Stellen im Gesicht Hinweise – unter anderem an den Ohren und den Augenbrauen – das würde hier an dieser Stelle allerdings den Rahmen sprengen – ein anderer Blogbeitrag wird sich damit beschäftigen.