In gegenwärtigen Zeiten ist Angst mindestens das zweitgrößte, wenn nicht sogar größte Virus. Vermutlich wird sich keiner von einem ängstlichen Gedanken in Richtung „Wie soll das alles weitergehen?“ oder „Wie sieht meine/unsere Zukunft aus?“ hundertprozentig freimachen können. Angst entsteht immer dann, wenn wir Umständen gegenüberstehen, die wir nicht kennen – die neu für uns sind, sich fremd anfühlen und die Gegenmittel, die wir haben, nicht ausreichen oder schlichtweg die falschen sind. Oft auch unbewusste – sogar genetische, generationsübergreifende – Erinnerungen an frühere Schmerzen und Verletzungen aufgrund einer ähnlichen Situation kommen auf und spiegeln sich in Angst wider. Angst beschützt uns oft und bewirkt körperliche Reaktionen in uns, die uns vor größerem Unheil schützen und uns zu Kampf oder Flucht befähigen. Manchmal ist Angst aber auch nur lähmend und wird zu unserem größten Feind der übertriebene Horrorszenarien oscarverdächtig vor unserem inneren Augen verfilmt.

Jeder von uns kennt das Gefühl von Angst und keiner kann frei davon sein. Normalerweise erkennen wir situative Angst vor allem an der Mimik einer Person: Augenbrauen nach oben und zusammengezogen, oberes Augenlid angehoben, unteres Augenlid angespannt, Lippen nach außen gespannt – so beschreiben es die Mimikresonanz-Leser. Wenn wir derzeit Menschen beobachten, sehen wir häufig einen hohläugigen Blick – auch das spricht für einen ängstlichen Gemütszustand. Körpersprachlich gibt es etliche weitere Signale, die diesen Rahmen hier definitiv sprengen würden.

Ganz sicher gibt es Menschen, die sehr viel mehr mit Ängsten zu kämpfen haben als andere – der geschulte Blick ins Gesicht einer Person kann uns hier Aufschluss geben:

Menschen mit kleinen Ohren – also einer Ohrlänge die 5-6 mal oder sogar mehr in den Bereich zwischen Haaransatz und Kinn passen würden – neigen dazu, ängstlich auf die Welt zu schauen, Informationen extrem ernst zu nehmen und sich sehr leicht beeinflussen und manipulieren zu lassen. Auch ein fliehendes Kinn lässt auf Menschen schließen, die eher zögerlich und anlehnungsbedürftig sind und unter einem aggressiven Umfeld  – oder auch aggressiven Umständen – sehr leiden. Sehr lange Wimpern tragen Menschen, deren Nervensystem leicht stimulierbar ist und sich dadurch eine ausgeprägte Schreckhaftigheit und Empfindsamkeit ergibt. Auch diejenigen unter uns, deren oberes und unteres Augenlid genau gleich lang sind, machen sich oft viele unnötige Sorgen.

Menschen mit herabhängenden Mundwinkeln gehen tendenziell von schlechten Verläufen und ungünstigen Verstrickungen aus – es wird ihnen schwer fallen, eine optimistische Perspektive auf die Dinge einzunehmen. Weiterhin sind dauerhaft dunkle Augenringe – kommen sie nicht gerade von einer Übernächtigung aus anderen Gründen – Anzeichen für eine geschwächte Nieren-Energie und können damit auch für eine ängstlich beäugte Gesamtsituation stehen.

Wie ich an anderer Stelle dieses Blogs schon erwähnte, zeigen sich eingefrorene Gefühle – also Gefühle, die man intensiv erlebt und schlussendlich noch nicht verarbeitet hat – in Form von Falten im Gesicht. Falten, die auf stark gefühlte Angst rückschließen lassen sind vor allem am Kinn zu erkennen. Ein sehr faltiges Kinn, vertikale Falten am Kinn oder eines, das sogar ein bisschen wie ein „Cellulite-Kinn“ aussieht, verrät uns, dass unser Gegenüber ziemlich genau weiß, was Angst bedeutet und dieses Gefühl intensiv erlebt (hat).

Last but not least 2 Grüblerfalten, die in einem Bogen aufeinander zulaufen – so ähnlich wie )( – lassen auch auf einen ängstlichen Charakter schließen.

Warum schreibe ich das alles? In meinen Augen ist es derzeit das allerwichtigste, achtsam miteinander umzugehen. Nicht nur Hygiene- und Abstandsempfehlungen einhalten und auf Spaßquellen, die mit Menschengruppen zusammen hängen verzichten – sondern auch und vor allem achtsam die Gefühle unserer Mitmenschen wahrnehmen und mit einer kleinen liebevollen Geste – sei es Lächeln, ein Anruf, ein „Wie geht es dir eigentlich?“ – auf das richtige Konto einbezahlen.

Menschen, die weniger starke Ängste haben und sich über Zuversicht und inneres Vertrauen freuen können, können ein bisschen Energie an diejenigen mit mehr Ängsten abgeben. Möge dieser Blogbeitrag dabei helfen….

Passt auf Euch und Eure Mitmenschen auf!